WER HAT ANGST VOR DEN „SÄCHSISCHEN SEPARATISTEN“?
Ein Morgen im November 2024 verändert alles: Bewaffnete Beamte stehen vor der Tür, ein junger Vater wird verhaftet. Der Vorwurf: Er sei Chef der Terrororganisation „Sächsische Separatisten“. An die Stelle von Arbeit, Familie und Zukunftsplänen tritt ein Leben hinter Gittern.
In „Plötzlich Terrorist“ erzählt Jörg Schimanek seine Geschichte – von seiner politischen Entwicklung über die Verhaftung in Polen und die Auslieferung nach Deutschland bis zum Prozess in Dresden. Er schildert Isolation, Verhöre und den zermürbenden Haftalltag.
Schimanek nimmt die Vorwürfe auseinander: Er schildert, wie aus Chats, politischen Ansichten und Airsoftspielen eine terroristische Vereinigung konstruiert wurde. Der Anklage setzt er seine Erinnerungen und die Inhalte der Ermittlungsakte entgegen.
Ein persönlicher, streitbarer Bericht über Ohnmacht, Familie und die beharrliche Hoffnung auf Freiheit.
Es stellt sich die Frage, wem solch ein Schauprozess nützt, dessen Tatvorwurf in den Gefängnissen in Polen und Deutschland sogar bei Insassen und Bediensteten nur Gelächter hervorruft. Wer bitte soll sich vor den „Softair-Terroristen“ fürchten?